Der kleine Stern
sucht seine Zacken
Es war einmal eine ganz besondere Nacht, als ein kleiner Stern vom Himmel herabfiel. Er wollte die Welt kennenlernen und sehen, wie Menschen und Tiere die kalten Wintertage voller Lichter und Freude verbringen.
Doch auf seinem langen Flug verlor er Stück für Stück seine leuchtenden Zacken. Müde und schwach landete er am Rand der Stadt Friedberg.
„Wie soll ich wieder strahlen, wenn mir meine Zacken fehlen?“, seufzte der kleine Stern.
Und genau dort begann seine Geschichte,…
Der Sternen-Erlebnisweg
Wie die Geschichte des kleinen Sterns weiter geht und was dann geschah, kannst du selbst erleben – Schritt für Schritt, Station für Station.
Der Sternenweg führt dich durch Friedberg und erzählt die Geschichte des kleinen Sterns auf ganz besondere Weise:
- Mit liebevoll gestalteten Bildern
- Mit berührenden Hörmomenten
- Und mit einem Hauch Magie
Jede Station schenkt dem Stern ein Stück seines Lichts zurück – durch Natur, Freundschaft, Familie, Hoffnung und Liebe.
Begib dich auf den Weg, folge dem Licht – und entdecke, wie auch du strahlen kannst.
Station 1: Tiere schenken Geborgenheit
Am Stadtrand lag der kleine Stern auf dem Schnee und zitterte vor Kälte. Plötzlich hörte er ein leises Winseln. Ein kleiner Hase hatte sich verirrt!
Der Stern wollte helfen, doch der Hase versteckte sich ängstlich hinter einem Baum. Eine Eule rief von oben: „Du musst ihn beruhigen! Zeige ihm dein Licht!“
Der Stern glühte sanft und mit so viel Kraft, die er noch hatte, nachdem seine Zacken fehlten. Der Lichtschein war so hell wie ein Teelicht, doch der Hase wagte sich langsam heraus aus der Dunkelheit. Die Eule fragte den Hasen: „Hast du dich verirrt?“ Der Hase antwortete: „Ja ich habe mich in der Dunkelheit verlaufen und finde den Weg nicht mehr zurück nach Hause.“
Da sagte die Eule zum Stern: „Mit deinem Leuchten können wir dem Hasen den Weg nach Hause weisen.“ Und so machten sie es auch, gemeinsam führten sie ihn durch verschneite Pfade, unter tief hängenden Zweigen hindurch, bis er sein Zuhause wiederfand.
Die Tiere nickten zufrieden: „Du hast uns geholfen, hier haben wir etwas für dich, was wir im Schnee gefunden haben.“ Die Tiere fanden einen seiner Zacken, der Stern nahm ihn in sich auf und leuchtete etwas heller.
Der kleine Stern Teil 1
Station 2: Die Kinder bringen Freundschaft
Weiter auf seinem Weg begegnete der kleine Stern einer fröhlichen Gruppe von Kindern, die gerade dabei waren, einen Schneemann zu bauen. Sie lachten, rollten Schneekugeln und stapelten sie zu einem stattlichen Schneekörper. Doch als es an die Nase ging, war die Möhre plötzlich verschwunden!
„Wo ist denn die Möhre?“ fragte ein Mädchen verwundert.
„Ich hab sie doch eben noch gesehen!“ meinte ein Junge und schaute sich um.
„Vielleicht ist sie unter das Laub gefallen?“ schlug ein anderes Kind vor.
Die Kinder begannen zu suchen, wühlten im Schnee und unter den bunten Blättern – doch ohne Erfolg. Nach einer Weile ließen sie die Arme sinken und setzten sich enttäuscht in den Schnee.
Da fragte der Stern, ob sie Hilfe beim Suchen brauchten.
Die Kinder nickten und sie fingen gemeinsam an zu suchen.
Und so leuchtete der kleine Stern so hell er konnte. Sein Licht glitzerte auf dem Schnee und tauchte die Umgebung in ein sanftes Funkeln.
„Schaut mal, da drüben leuchtet es!“ rief eines der Kinder.
„Vielleicht hilft uns der Stern?“ sagte ein anderes und sprang auf.
Gemeinsam folgten sie dem Licht, das auf eine kleine Stelle unter dem Laub fiel. Und tatsächlich – dort lag die Möhre!
„Da ist sie! Der Stern hat sie gefunden!“ jubelten die Kinder.
Und nicht nur die Möhre lag dort, sondern auch ein Sternen-Zacken.
Sie liefen zurück zum Schneemann, setzten ihm die Möhre als Nase auf und klatschten vor Freude in die Hände.
„Danke, kleiner Stern! Du bist unser Freund!“ riefen sie im Chor, und der Stern blinkte fröhlich zurück.
Der kleine Stern Teil 2
Station 3: Der Sternenweg zeigt Hoffnung
Die Gruppe wanderte weiter und kam schließlich zu einem dunklen, verlassenen Weg. Die Bäume standen dicht, und kein Lichtstrahl drang durch die Äste. Der Pfad wirkte unheimlich, und niemand wagte einen Schritt hinein.
„Ich will da nicht durch,“ murmelte ein Kind und klammerte sich an die Hand seiner Mutter.
„Es sieht aus, als hätte die Nacht hier ihr Zuhause,“ sagte ein älterer Mann und schüttelte den Kopf.
„Vielleicht gibt es einen anderen Weg?“ fragte ein Tier vorsichtig.
Alle blickten sich um, doch der Pfad war der einzige, der weiterführte.
Da leuchtete der kleine Stern auf und sprach mit klarer Stimme:
„Lasst uns Licht anzünden – gemeinsam!“
Die Kinder holten ihre gebastelten Sterne hervor, die Familien zündeten Laternen an, und sogar die Tiere trugen kleine Lichter auf dem Rücken. Einer nach dem anderen stellte ein Licht am Wegesrand auf. Bald glitzerte der dunkle Pfad in warmem Schein – wie ein leuchtendes Band durch die Nacht.
„Jetzt sieht der Weg gar nicht mehr so unheimlich aus!“ rief ein Kind fröhlich.
„Gemeinsam haben wir ihn hell gemacht,“ sagte die Mutter und lächelte.
Da kam ein Kind zum kleinen Stern gerannt und sagte: „Hier sieh mal was ich gefunden habe, ich glaube es gehört dir!“ Und tatsächlich gehörte es ihm, es war einer seiner verlorenen Zacken.
Der kleine Stern blickte auf die leuchtende Gruppe und spürte etwas Besonderes:
Hoffnung wächst, wenn man zusammenhält.
Der kleine Stern Teil 3
Station 4: Die Familie teilen ihr Licht
In der Altstadt war es dunkel. Viele Fenster lagen im Schatten, und der Platz wirkte still und verlassen. Eine Familie stand mitten auf dem Pflaster und blickte nachdenklich um sich.
„Warum ist es hier so finster?“ fragte das jüngste Kind.
„Früher war es hier viel heller und fröhlicher,“ sagte die Mutter leise.
„Vielleicht können wir etwas tun, damit es wieder leuchtet,“ schlug der Vater vor.
„Aber was?“ fragte das ältere Kind. „Wir haben keine Lampen dabei.“
Da erschien der kleine Stern am Himmel und begann sanft zu funkeln. Sein Licht schien direkt auf die Familie herab.
„Schaut mal, der Stern zeigt uns etwas!“ rief das jüngste Kind und deutete nach oben.
„Vielleicht will er uns helfen,“ sagte die Mutter und lächelte.
Der Stern leuchtete heller und ließ sein Licht auf eine kleine Bastelidee fallen: Aus Papier und etwas Glitzer konnten kleine Sterne entstehen – zum Aufhängen in den Fenstern.
„Lasst uns Sterne basteln!“ riefen die Kinder begeistert.
Sie holten Papier, schnitten Formen aus, malten, klebten und lachten dabei. Gemeinsam hängten sie die kleinen Sterne in die dunklen Fenster der Altstadt.
Nach und nach begannen die Fenster zu leuchten – erst zaghaft, dann strahlend. Immer mehr Menschen kamen dazu, bastelten mit, sangen Lieder und füllten den Platz mit Leben und Licht.
Da sah der Stern durch das ganze Leuchten einen seiner Zacken auf einem Dach liegen.
Er nahm den Zacken und leuchtete nun heller.
Der kleine Stern blickte auf die fröhliche Straße hinab und spürte eine warme Freude in seinem Herzen. Sein Licht war nicht nur hell – es hatte Hoffnung gebracht.
Der kleine Stern Teil 4
Station 5: Das große Wiederleuchten
Schließlich erreichte die Gruppe den Platz in der Altstadt. Die alten Mauern wirkten still, doch in der Mitte versammelten sich die Kinder, Tiere und Familien, die den kleinen Stern auf seiner Reise begleitet hatten. Sie blickten zu ihm hinauf, voller Vertrauen und Neugier.
Der Stern schwebte über ihnen und betrachtete die vielen Gesichter. Er sah Freude, Hoffnung, Zusammenhalt – und doch spürte er, dass etwas fehlte.
„Ich habe fast alles gefunden,“ dachte der kleine Stern, „aber ein Zacken fehlt mir noch – der wichtigste von allen: die Liebe.“
Er wusste, dass diese Aufgabe die schwerste war. Denn um sie zu erfüllen, musste er bereit sein, etwas von sich selbst zu geben – einen Teil seines eigenen Lichts.
Einen Moment lang war es still. Dann leuchtete der Stern auf, heller als je zuvor.
„Ich schenke euch einen Funken meines Lichts,“ sagte er sanft.
Ein warmes Glühen breitete sich aus, berührte die Herzen der Kinder, der Tiere, der Eltern und Großeltern. Sie sahen einander an – und lächelten.
Der kleine Stern spürte, wie sich etwas in ihm veränderte. Eine tiefe Wärme erfüllte ihn. Der fehlende Zacken war da – und nun war er vollständig.
Langsam stieg er auf, strahlend und ruhig. Doch ein Funken blieb zurück, mitten unter den Menschen.
Und während sein Licht am Himmel verblasste, hörten sie seine Stimme wie ein Flüstern im Wind:
„Mit Tieren, Freunden, Familie, Hoffnung und Liebe könnt auch ihr immer leuchten.“